Handwerk erleben, das Zukunft gestaltet: Wald und Holz an der OHA 2026
Der Wald zieht in die Messehalle ein – und mit ihm der Duft von Holz. An der Oberländischen Herbstausstellung (OHA) 2026 lädt die Sonderschau «Vom Waud id Stubä» dazu ein, den Weg vom Baum bis zum fertigen Produkt hautnah zu erleben. Gemeinsam zeigen die Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette, warum der Wald weit mehr ist als nur Kulisse: Er ist Lebensraum, Arbeitsplatz und Erholungsraum zugleich – und Lieferant einer der nachhaltigsten Rohstoffe überhaupt. Aus einheimischen Holz werden nicht nur Häuser gefertigt und möbliert, sondern auch beheizt.
Vom ersten Schritt ins Erlebnis
Bereits im Eingangsbereich beginnt das Entdecken: Besucherinnen und Besucher schreiten durch eine Waldwelt, die sie in eine andere Atmosphäre versetzt. Erlebnis-Elemente und liebevoll gestaltete Details vermitteln das Gefühl, in einen echten Wald einzutauchen: Ein Auftakt, der neugierig macht auf alles, was folgt.
Wald und Holz verstehen – mit Kopf, Herz und Hand
Im Zentrum des Sonderschau-Bereichs wartet die Wald- und Holzwirtschaft darauf, entdeckt zu werden: Auf Holzträmmeln präsentieren sich über 30 Baumarten aus dem Berner Wald. Wer erkennt Weisstanne, Traubeneiche oder Winterlinde? Spielerische Elemente mit Holzwürfeln vertiefen das Wissen und machen die Baumartenkenntnis zum Erlebnis für Gross und Klein.
Dazwischen geben interaktive Stationen Einblick in die vielfältigen Funktionen des Waldes: Schutz vor Naturgefahren, Lebensraum für Wildtiere, Erholungsort für uns Menschen und nachhaltige Rohstoffquelle. Ein Modell zeigt eindrücklich, wie Wälder vor Steinschlag schützen. Beim Waldbaukasten kann selbst geformt und gestaltet werden – und das «Sägevelo» bringt Bewegung ins Spiel: Wer kräftig in die Pedale tritt, setzt eine Motorsäge in Gang.
Arbeiten im Wald: zwischen Präzision, Leidenschaft und Verantwortung
Der Waldbesitzer bestimmt, welche Arbeiten im Wald ausgeführt werden. Wie vielfältig diese sind, zeigt der Bereich der Berner Waldwirtschaft: Besuchende können selbst via Funkgeräte miteinander kommunizieren, wie die Profis im Gelände. Schutzkleidung, Motorsägen und ein moderner Prozessorkopf geben Einblick in die tägliche Arbeit. Denn klar ist: Ohne Waldbewirtschaftung gibt es kein Holz für die Säge.
Herzstück bildet ein gemütliches Waldsofa mit integriertem Waldkino. Hier lassen sich Filme über den Wald und seine Bewirtschaftung geniessen. Wer noch tiefer eintauchen will, versucht sich selbst am Simulator einer Forstmaschine und erlebt realitätsnah die Herausforderungen der Holzernte.
Vom Stamm zum Werkstoff
Der Weg des Holzes führt weiter in die Sägerei: Ein einzelner Stamm erzählt seine Geschichte – vom gefällten Baum bis zum veredelten Produkt. Auch draussen wird es eindrücklich: Ein gedeckter Bereich mit Holzstapeln, einem Harvester und der «Säger-Passage» mit integrierter Wackelbrücke verbindet die Messehalle mit der Sonderschau. Auf diesem Weg wird sicht- und spürbar, wie aus dem natürlichen Rohstoff Holz vielfältige Werkstoffe und Produkte entstehen.
Handwerk und Innovation unter einem Dach
Zimmerleute, Schreiner und die Berner Fachhochschule zeigen, wie aus Holz moderne Bauwerke und langlebige Produkte entstehen. Besucherinnen und Besucher können selbst aktiv werden: Beispielsweise beim Bau von kleinen Brücken nach dem Leonardo-Prinzip oder beim Zusammenstellen eines Vogelnistkastens aus regionalem Holz, inklusive persönlichem Brandstempel – ein Stück OHA zum Mitnehmen. Gleichzeitig wird deutlich: Die Berufe rund um Holz bieten spannende Perspektiven, vom handwerklichen Einstieg bis zum Studium.
Holz als nachwachsender Energieträger
Wieviel Pellets oder Hackschnitzel braucht es, um ein Einfamilienhaus zu heizen? Die energetische Nutzung von Holz wird greifbar: Informationen zu Holzenergie, nachhaltiger Nutzung und Kaskadenprinzip zeigen, wie wertvoll der Rohstoff ist – nicht nur im Bau, sondern auch für die Energieversorgung. Unterschiedliche Brennstoffe und moderne Heizungssysteme geben einen Einblick in die Praxis.
Rätselweg durch die Ausstellung
Ein besonderer Höhepunkt ist der digitale Rätselweg durch die Ausstellung: Wer aufmerksam entdeckt und mitmacht, kann nicht nur sein Wissen erweitern, sondern auch attraktive Preise gewinnen.
Mehr als ein Erlebnis
Die OHA 2026 bietet weit mehr als reine Information: Hier wird gehört, gefühlt, gebaut und gerätselt. Wer den Wald wirklich verstehen will, muss ihn in seiner ganzen Vielfalt begreifen – als Lebensraum, Arbeitsort und Rohstoffquelle zugleich. Dabei wird klar: Holzernte ist kein Schlusspunkt, sondern ein Teil eines lebendigen Kreislaufs. «Vom Waud id Stubä» macht diese Zusammenhänge sichtbar und zeigt eindrücklich, wofür Schweizer Holz steht: für kurze Wege, hohe Qualität und gelebte Verantwortung. Die Sonderschau verdeutlicht, wie eng Wald und Alltag verbunden sind. Holz begleitet uns täglich: in Möbeln, Gebäuden und als Energieträger. Und alles beginnt draussen im Wald.
Die Botschaft ist klar: Nur ein gepflegter, nachhaltig bewirtschafteter Wald kann seine vielfältigen Funktionen langfristig erfüllen – für uns und kommende Generationen. Kommen Sie an die OHA, tauchen Sie ein in die Welt von Wald und Holz, kommen Sie ins Gespräch mit Fachpersonen – es wird Sie begeistern.






