Headerbild (vlnr): Jürg Rothenbühler, Beatrice und Ernst Wandfluh, Holzbauer Thomas Oester von Oester Holz GmbH.
Beim Umbau des Wohnhauses der Familie Wandfluh, Bifigen30a, 3716 Kandergrund, wurde Holz aus der Region verwendet. «Für uns ist die Verwendung von regional verfügbaren Produkten und der Einsatz von regionalem Gewerbe eine Selbstverständlichkeit», sagte Bauherr und Nationalrat Ernst Wandfluh anlässlich der Label-Übergabe am 24. März 2026. Das Label Schweizer Holz wurde ihm und seiner Frau Beatrice von Jürg Rothenbühler, Präsident der Lignum BE, überreicht. Die Übergabe fand im Anschluss an die Vorstandssitzung der Lignum BE statt, welche ebenfalls vor Ort durchgeführt wurde.
Feierlicher Rahmen
Der Vorstand der Lignum BE, in welchem Ernst Wandfluh Vizepräsident ist, wurde anschliessend durch das Wohnhaus geführt. Über die Zeit sind drei Hausteile entstanden, nun wurde der mittlere Teil renoviert. Insbesondere die Dachkonstruktion imponierte und versetzte die Besucher ins Schwärmen. 24.1 Kubikmeter gelabeltes Schweizer Holz sind in dieser Dachkonstruktion verbaut. Unglaublich, aber wahr: diese Holzmenge, sie entspricht immerhin ungefähr einer guten LKW-Ladung Holz, wächst im Schweizer Wald in etwas mehr als einer Minute. Dabei bindet das Holz 18 Tonnen des Treibhausgases CO2, welches in diesem Dachstuhl nun für viele Jahrzehnte gebunden und so der Atmosphäre entzogen ist – zum Nutzen unseres Klimas. Beim Apéro mit regionalen Speisen wurde der Anlass abgerundet.
Label-Übergabe am Jubiläumstag
Die Übergabe des Labels Schweizer Holz am 24. März 2026 hätte vom Zeitpunkt her nicht passender sein können: Exakt vor 150 Jahren, am 24. März 1876, trat das «Bundesgesetz betreffend die eidgenössische Oberaufsicht über die Forstpolizei im Hochgebirge» in Kraft. Das war dringend nötig, denn die Übernutzung des Waldes hatte Murgänge und Überschwemmungen zur Folge. Es war damals ein revolutionärer Schritt hin zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Waldpolitik mit Kernpunkten, die noch heute gelten. Was danach kam, ist eine Erfolgsgeschichte: Die Waldfläche nahm zu, Schutzwälder wurden aufgebaut, Biodiversität und Erholung gewannen an Bedeutung – und das Vertrauen der Bevölkerung in ein starkes Waldgesetz wuchs und hält bis heute an.














