Der Präsident Jürg Rothenbühler begrüsste die Teilnehmenden zur 5. Delegiertenversammlung der Lignum Holzwirtschaft Bern in seiner Firma in Zollbrück. Nebst dem statutarischen Teil gab es spannende Referate zur Digitalisierung sowie zum neuen Label Minergie-Netto-Null und einen Rundgang durch die rothenbühler AG.
Die Delegiertenversammlung der Lignum Holzwirtschaft Bern fand in den Räumlichkeiten der rothenbühler AG in Zollbrück statt. Alle behandelten Geschäfte, darunter der Jahresbericht, die Jahresrechnung 2025 und das Tätigkeitsprogramm 2026 sowie die vorgeschlagene Statutenänderung, wurden einstimmig von der Delegiertenversammlung angenommen.
Zu Gast beim Präsidenten
Jürg Rothenbühler, der Präsident der Lignum Holzwirtschaft Bern, ist zusammen mit seiner Frau Daniela Inhaber der rothenbühler AG. Seit 2014 ist die vor 31 Jahren gegründete Firma an ihrem heutigen Standort in Zollbrück, wo im Ausstellungsraum die Delegiertenversammlung stattfand. Nach dem statutarischen Teil präsentierte Michael Rüfenacht, der zusammen mit dem Sohn von Rothenbühlers die Geschäftsleitung übernommen hat, die Digitalisierung der rothenbühler AG. Eindrücklich zeigte er auf, dass nur mit guten Schnittstellen und digitalen Abläufen Grossprojekte zu stemmen sind. So produziert die Firma gerade in diesen Tagen 180 Küchen für eine Grossbaustelle in Freiburg. Noch ist die Digitalisierung aber nicht abgeschlossen und es soll in der Offertenerstellung auf Künstliche Intelligenz gesetzt werden.
Im anschliessenden Rundgang durch die Produktion der rothenbühler AG konnten sich die Teilnehmenden selbst ein Bild machen und über die angeschnittenen Themen fachsimpeln.
Das klimaneutrale Gebäude
In einem weiteren Referat stellte Florian Landolt, Leiter Politik und Öffentlichkeitsarbeit Minergie, das neue Label Minergie-Netto-Null vor. Ein Minergie-Netto-Null-Gebäude ist ein Gebäude, das über seinen Lebenszyklus hinweg sehr geringe Treibhausgasemissionen verursacht. Die verbleibenden Emissionen werden vollständig auf Netto-Null ausgeglichen durch Anrechnung des Kohlenstoffspeichers, beispielsweise durch den Einsatz von Holz als Baustoff, und den Einsatz von Negativemissionstechnologien. In der Diskussion nach dem Referat betonten die Vertreter der Wald- und Holzwirtschaft, dass das klimaneutrale Gebäude sehr gut aus Holz sein kann. Somit wird die Branche einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2050 zu leisten haben. Beim gemeinsamen Apéro liessen die Teilnehmenden den Nachmittag ausklingen. So konnten bestehende Kontakte gepflegt und neue geknüpft werden, welche die Wald- und Holzwirtschaft weiterhin zu einer aufstrebenden Branche machen.












