Projekte

Das Projekt Regionale Wertschöpfung Wald und Holz lebt von seinen verschiedenen Teilprojekten. Diese werden laufend von den Mitgliedern der Wertschöpfungskette selbst oder von interessierten Menschen eingebracht.

Die Teilprojekte werden von Branchenmitgliedern zusammen mit der lokalen Bevölkerung, der lokalen Verwaltungsebene und bei Bedarf unter Mithilfe der Lignum BE bearbeitet. Hier werden die laufenden Projekte präsentiert.

Überblick über die aktuellen Projekte

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Innovative Holzprodukte aus schwer absetzbaren Rohholzsortimenten

Der Holzbedarf ist so gross wie noch nie, trotzdem gibt es für den Wald schwer absetzbare Rohholzprodukte, insbesondere bei schlechten Qualitäten wie Käferholz und Holzarten wie Buche und Föhre. Für deren Absatz sind Produkte mit realistischer Realisierungschance zu suchen. Ideen gibt es viele, zahlreiche sind im Rahmen erster Veranstaltungen und Umfragen genannt worden. Welche davon lohnt es sich, weiter zu betrachten und entsprechende Schritte zu einer Realisierung weiter zu begleiten? Mittels »Denkfabrik» - unterstützt durch die BFH AHB Biel - werden Ideen diskutiert, analysiert und weiterentwickelt.

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Machbarkeit Pilotanlage Scrimber of Emmental

Eine Gruppe von Branchenvertretern lanciert ein neues Holzprodukt, die Produktentwicklung wird über verschiedene Kanäle bereits finanziert. Das Projekt Wertschöpfung Wald und Holz klärt die Machbarkeit für den Standort einer Pilotanlage für die Produktion des neuen Holzwerkstoffs ab. Hierzu werden mögliche Standortgemeinden, potenzielle Holzlieferanten und zukünftige Kunden ins Boot geholt, um die Chancen auf eine Markteinführung auf regionaler Ebene zu diskutieren und (hoffentlich) zu testen.

Bild: Stefan Zöllig (Timbatec Holzingenieure AG) 

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Gemeinden nutzen den Wald nachhaltig für ihre Aufgaben

Das Projekt hat zum Ziel, das Bewusstsein für den Wald und die Ressource Holz auf Gemeindeebene zu fördern und es den Behörden und Verwaltungen zu ermöglichen, die nachhaltige Waldnutzung in ihr politisches Handeln zu integrieren. Im Rahmen des Projekts werden interessierte Gemeinden mit regionalen Fachleuten vernetzt und praxisnahe Unterlagen zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit der nachhaltigen Waldnutzung erstellt. Zudem wird in einem regionalen Konzept aufgezeigt, wie die Information und Aufklärung neuer Behörden- und Verwaltungsmitglieder künftig organisiert sein wird, damit die Sensibilisierung auf kommunaler Ebene längerfristig erhalten bleibt.

Bild: Schule Aeschi Michael Sieber, Waldbilder Lignum Schweiz

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Bauen mit regionalem oder eigenem Holz

Für private und öffentliche Bauherren ist «Bauen mit regionalem/eigenem Holz» eine gute Möglichkeit, mit eigenem oder regionalem (zur Verfügung gestelltem oder separat beschafftem) Holz vergaberechtskonform zu bauen, statt den Rohstoff oder das Halbfabrikat zu importieren. Allerdings ist heute der Weg steinig und viele Bauherren wenden sich daher anderen Rohstoffen zu. 

Bauen mit regionalem oder gar eigenem Holz soll für Bauherren einfacher werden. Entsprechende Lösungen für die aufwändigen Koordinations- und Logistikaufgaben sollen gefunden und in der Branche kommuniziert werden.

Bild: Nathanael Perreten (Bach & Perreten Holzbau AG)

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Marketing und Kommunikation Waldunternehmen

Die Anforderungen an Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer werden immer vielfältiger und komplexer, die wenigsten bewirtschaften ihren Wald selbst. Die Organisationen der Waldbesitzenden, die «Waldunternehmen», haben ein umfassendes Dienstleistungsangebot gerade für diese Zielgruppe, deren Anteil kontinuierlich zunimmt. Die Arbeit der Waldunternehmen ist daher von grosser Wichtigkeit, damit die Wälder im Kanton Bern weiterhin bewirtschaftet und die erneuerbare Ressource Holz mobilisiert und auf den Markt gebracht wird. Auch andere Waldleistungen, wie beispielsweise der Schutz vor Naturgefahren, sind nur durch kontinuierliche Bewirtschaftung der Wälder optimal sichergestellt.

Bild: Unsplash

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Transformative Unternehmen in der Peripherie

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft können Unternehmen zu Akteuren des Wandels werden. Besonders wenn sie in periphereren Gebieten liegen, wird ihnen aber meist wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dieses vierjährige Dissertationsprojekt am Geographischen Institut der Universität Bern untersucht solche transformativen Unternehmen in der Holzbranche. Es analysiert deren Eigenschaften, vergleicht Unternehmen in verschiedenen Kontexten und stellt zudem die Frage, welche Rolle transformative Unternehmen in einer zukunftsfähige Regionalentwicklung spielen können.

Kontakt: Miriam Hug, miriam.hug@giub.unibe.ch
Bild: Miriam Hug